Vor gut fünf Jahren schloss Patrick Schwienheer die Umstellung des elterlichen Hofes auf einen Biolandbetrieb ab. Produziert wird seitdem nach strengen Kriterien des ökologischen Landanbaus. Die eigene Überzeugung und eine Passion für den Anbau von pestizidfreien Lebensmitteln waren die Hauptgründe für die Umstellung des Betriebes und damit einhergehend für den Bau eines modernen 6400 qm großen Gewächshauses für biologischen Tomatenanbau.

Bio bedeutet für uns…

Unser Ziel ist es, das Wohl der Tiere und Pflanzen im Blick zu haben, mit der Natur zu arbeiten und auch dem Boden das zurückzugeben, was er uns schenkt, z.B. durch Gründüngung wie die Drei-Felder-Wirtschaft.

  • In jedem dritten Jahr säen wir Legominosen wie Klee oder Erbsen, der den Hauptnährstoff Stickstoff aus der Luft in den Boden transportiert, und zwar in einer besonders nachhaltigen Weise, so dass sich die Ackerkultur im darauffolgenden Jahr noch davon ernähren kann. Darüber hinaus düngen wir mit Mist vom Biobetrieb eines unserer Kooperationspartner aus der Umgebung. Zusätzlich verwenden wir andere organische Dünger, wie zum Beispiel Hornspäne oder Patentkali.
  • Zur Bestäubung unserer Tomaten im Gewächshaus setzen wir fleißige Erdhummeln ein. Für den Pflanzenschutz verwenden wir Nützlinge, wie z.B. Raubmilben, Raubwanzen und Gallmücken, die die Schädlinge entweder vertilgen – oder ihre Eier in der Blattlaus ablegen.

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  • Durch gute Kulturführung mit optimaler Versorgung erhöhen wir die Pflanzengesundheit. Zur Stärkung der Pflanzen arbeiten wir mit Brottrunk und Ackerschachtelhalm oder anderen Kräuterextrakten. Der eigene Kompost sowie den Kompost der Stadtwerke wird zusätzlich dem Boden zugefügt.
  • Sollte doch einmal die Pflanzenggesundheit auf der Kippe stehen, hilft mir meine Frau Eva-Maria, Heilpraktikerin, die Pflanzen homöopathisch zu unterstützen.
  • Für die Wärmeversorgung des Gewächshauses verwenden wir nachhaltig wachsende Holzhackschnitzel. Der Strom wird von unsere eigenen Photovoltaik-Anlage produziert. Zusätzlich nutzen wir die Abwärme der benachbarten Biogasanlage.
  • Beikräuter werden entfernt, ob mit der Maschinenhacke oder manuell mit viel Fleiß von unseren Saisonarbeitskräften aus Rumänien.
  • Regenwasser fangen wir auf dem Gewächshausdach auf und nutzen dies als Gießwasser für die Pflanzen.

  Unser Ernteteam